Jun 1 2011

Turmbergrennen 2011

Drei Jahre ist es her, meine letzte Teilnahme an einem Turmbergrennen. Das ist in erster Linie ein Bergsprint auf den Hausberg hier in Karlsruhe, der auch die erste nennenswerte Erhebung vor meiner Haustür darstellt. In zweiter Linie handelt es sich dabei um eine recht familiäre Veranstaltung des örtlichen Vereins Soffie e.V.. Die Teilnehmerzahlen liegen meist so um die ~150 Teilnehmer, mal mehr, mal weniger. Nach der Velothon-Teilnahme mit ~12.000 Startern, auch wieder ganz schön bei so einer Veranstaltung zu starten.

Bei meiner ersten Teilnahme war meine Radkarriere noch jung und es stellte auch meine erste Radveranstaltung überhaupt dar. Da sich die Anfahrt mit dem Rad in 15 Minuten erledigt hat und die Startgebühr mit nem 10er beglichen ist, ist es eigentlich selbstverständlich einmal im Jahr am Limit und unter Zeitnahme auf den Berg zu sprinten, den man über’s Jahr unzählige male ins Training einbaut und dadurch auch entsprechend gut kennt.

2009 war ich kurz nach der Teilnahme am Velothon Berlin leider krank und konnte trotz Anmeldung nicht starten, letztes Jahr fiel das Rennen aus, so dass es am letzten Samstag endlich mal wieder die Gelegenheit zu einer Standortbestimmung war. Gewohnt locker reihten sich die Teilnehmer an den zwei Biertischen am Fuß des Turmbergs auf, von wo es auf die Strecke ging. Auch dieses mal waren wieder einige Singlespeed-Fahrer am Start, eine Klientel die ich bei solchen Veranstaltungen immer besonders bewundere. Im 15 Sekunden-Abstand ging es auf die Stecke, als 99er war ich dann an der Reihe. Ich war vor dem Start eigentlich zuversichtlich mich für einen Zwischenlauf (der besten 75) qualifizieren zu können, diesen Eindruck hatte ich von den vielen Turmberg-Befahrungen dieses und letztes Jahr mitgenommen. Ich fuhr an meinem persönlichen Limit und trotzdem konnte mich der nach mir gestartet Fahrer einholen, was mich einerseits natürlich gewurmt hat, mich aber zusätzlich angespornt hat noch eins drauf zu legen, um dran zu bleiben.

Nach nicht mal zwei Kilometer war der Spuk schon wieder vorbei und ich konnte mich endlich auf den Bordstein setzten um Luft zu holen und den restlichen Teilnehmern beim Zieleinlauf zuschauen. Meine Lunge hat gerasselt wie die eines Kettenrauchers und mit großen Augen musste ich mit ansehen, wie die Singlespeeder kurz nach dem Zieleinlauf erst mal entspannt ne Fluppe angesteckt haben! Was sind das für krasse Typen?

Eine Bratwurst und ein Radler später hingen dann auch schon die Ergebnisse aus, die mich auf den Boden der Tatsachen zurück holten: Über sechs Minuten (viel schlechter als bei der ersten Teilnahme 2006, damals noch auf ganz anderem Trainingsniveau als heute), Platzierung unter ferner liefen, kein Zwischenlauf erreicht. Meine Laune näherte sich dem absoluten Tiefpunkt, worauf ich mich enttäuscht und demoralisiert vom Acker gemacht habe, noch vor dem legendären Kinderanhäger-Lauf und allen Zwischenläufen. Ich hatte schon erste Gedanken an einen Verkauf sämtlicher Radutensilien im Kopf.

Als ich gestern trotzdem einen Blick auf die offiziellen Ergebnisse riskiert habe (ein Singlespeed-Teilnehmer aus meinem Kollegenkreis hatte etwas von einem “Softwarefehler” berichtet), wurde mich einiges klar: Die Organisatoren hatten sich bei einer Reihe Teilnehmer schlichtweg verrechnet und gut eine Minute auf die tatsächliche Zeit aufgeschlagen. Ich hatte in Wirklichkeit eine (für mich) verdammt gute Zeit erreicht und war damit locker für einen Zwischenlauf qualifiziert. Leider war ich zum Zeitpunkt dieses Zwischenlaufs schon geduscht zu Hause, so dass der ohne mich statt fand.

So war aber zumindest meine Welt wieder in Ordnung, der Hals auf die Zeitnahme jedoch gewaltig. Sowas darf nicht passieren! Eine Anfrage bei Soffie e.V., was denn da vorgefallen sei, blieb unbeantwortet. Alles andere als professionell und die Tatsache dass Anfragen der Teilnehmer (vor allem nach so einem gravierenden Patzer) ignoriert werden hinterlässt bei mir einen sehr faden Beigeschmack. Eigentlich sehr schade, ich hätte das so nicht erwartet.

 

Statistik:

Strecke: ~1800M/110HM

Zeit: 05:07 Min
Schnitt: 21,1km/h
Rang: 53 (von 114 Männern)

Zum Vergleich 2008:

Zeit: 05:19 Min
Schnitt: 20,3km/h
Rang: 56 (von 116 Männern)

und 2006:

Zeit: 05:54 Min
Rang: 118 (von 175 Männern)

Der Trend und die heurige Zeit sprechen für das Unterbieten der fünf Minuten 2012, schaun mer mal… ;)


Jun 27 2009

Velothon & Turmbergrennen

Vor einem Jahr las ich in einem Blog zum ersten mal von einem “Radmarathon” durch Berlin. Den Gedanken mit dem Rennrad über eine abgesperrte Strecke durch Berlin zu fahren fand ich schon damals sehr reizvoll, ich musste dann dieses Frühjahr nicht lange überlegen, als die 2. Ausgabe des Skoda Velothon Berlin angekündigt wurde. Neben der ganz anderen Art Berlin und dessen Umland vom Rad aus zu sehen, war das auch eine gute Gelegenheit den oben schon erwähnten Blogger taxmantom auch mal persönlich kennen zu lernen.

Im Vorfeld war mir allerdings noch nicht so ganz klar, ob es sich bei dieser Veranstaltung um einen Radmarathon oder ein Jedermann-Rennen handelt. In der einschlägigen Fachpresse sprachen die Organisatoren davon, eine Standard-Distanz (ähnlich den 42km bei den Läufern)  für Radmarathons etablieren zu wollen, genannt Velothon. Nach der langen Anfahrt aus Karlsruhe endlich vor Ort angekommen war aber nur noch von einem Jedermann-Rennen die Rede, was sich dann auch als die korrektere Beschreibung dieser Veranstaltung rausstellte. Aber im Endeffekt war mir das auch egal, der Spaß stand im Vordergrund. Vollständiger Eintrag


Jul 11 2008

Schöne Ansichten

Gestern Abend bin ich erst spät auf eine Feierabendrunde mit dem RR gestartet und nach der ersten Steigung hab ich schon gemerkt, dass ich nicht richtig in Tritt kam. Ich habe dann schon kurz mit dem Gedanken gespielt, die Route zu ändern und nur noch flach rum zu rollen, fuhr dann aber doch eine meiner bevorzugten, eher hügeligen Routen. Diese Entscheidung sollte ich nicht bereuen, wie sich noch herrausstellen sollte.

So rolle ich gemütlich durch die schöne Allee zwischen Thomas- und Batzenhof und sehe in der Ferne jemanden auf der Straße liegen. “Scheiße da sind 2 zusammengerasselt” war mein erster Gedanke, doch je näher ich kam, desto deutlicher wurde das Bild, das ich aber erst nicht wirklich wahrhaben wollte. Es lag tatsächlich eine äußerst attraktive, junge Frau mitten auf der Straße. Splitternackt und räkelte sich im Sonnenuntergang! :shock:

Natürlich war sie nicht alleine da und wartete auf verschwitzte Rennradler, um sich ihnen an den Hals zu werfen (schad’). Ihre Begleitung hockte 5 Meter daneben auf dem Boden, die Spiegelreflex im Anschlag. Ich wollte nicht ins Bild fahren und hielt an, da wartet man(n) natürlich gerne auch etwas länger.  Leider musste ich dafür ausklicken, was der Photograf nicht überhören konnte und mich aufforderte doch gerne vorbei zu fahren, das mache gar nichts. Spielverderber… :cool:

Nach dieser wirklich ungewöhnlichen, kurzen Pause, ging’s weiter über die Dörfer. So richtig in Schwung kam ich aber auch nach dieser Begegnug weiterhin nicht.


Jun 20 2008

Nachtrag II

In unserem örtlichen Regionalsender wurde kurz vom Turmbergrennen berichtet, das will ich hier natürlich verewigen. Leider sind bei diesem Mitschnitt Bild und Ton nicht ganz synchron.


Jun 19 2008

Nachtrag

WOMC-RaceIch hab mir mal ein bisschen was gegönnt und die Bilder der Classic-Challange in Offenburg bestellt, knapp 2,50 € pro Bild fand ich nicht übertrieben, nur an der Lieferzeit könnte firstfotofactory noch arbeiten. Beispiel hier links.

Die Ergebnisse des Turmbergrennens sind auch endlich online, das dauert immer ein bisschen. Dabei musste ich feststellen, dass ich mir entweder mein Ergebnis falsch gemerkt hatte, oder Nachträglich noch etwas korrigiert werden musste. Aber egal, ob jetzt Platz 56 statt 54 im Einzelzeitfahren, oder nur 12. statt 11. im Zwischenlauf, das ist mir reichlich egal.

Die Zeiten der Zwischenläufe seh’ ich jetzt auch zum ersten mal, dabei erstaunt mich am meisten, dass ich dabei nur 1 Sekunde langsamer war als beim Zeitfahren. Gefühlt war das damals wesentlich mehr. Aus den gleichen Zeiten schliesse ich mal, dass ich jedes mal am Anschlag hochgefahren bin und nicht in einem Lauf noch was drin gewesen wäre. Da muss noch was passieren, um nächstes Jahr die 5 Minuten zu knacken…


Jun 8 2008

Bergsprint

Nach 2x Vollgas den Berg rauf...

Gestern fand in Karlsruhe Durlach das Turmbergrennen statt. Dabei wird erst ein Einzelzeitfahren absolviert, bei dem in 15 Sekunden Abständen gestartet wird. Die besten 75 Fahrer qualifizieren sich für die fünf Zwischenläufe, á 15 Fahrer. Die ersten drei jedes Zwischenlaufs fahren dann im Finale den Sieger unter sich aus. Die Streckenlänge beträgt ca. 1800m, vom Start am Fuß des Bergs bis zum Ziel an der Aussichtsplattform sind 120 Hm zu überwinden, bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,7%.

Vollständiger Eintrag


Mai 11 2008

Einzelzeitfahren

Am 8. Juni geht’s wieder auf Zeit über meinen Hausberg beim Turmbergrennen in Durlach. Der Turmberg ist die erste nennenswerte Erhebung vor meiner Haustür und liegt so nahe, dass ich diesen auf so gut wie jeder Runde ohne große Umwege einbauen kann. Ich bin gespannt ob’s was gebracht hat und ob ich es schaffe in den Zwischenlauf zu kommen, auch wenn das heißt mich 43 Plätze besser zu platzieren als bei meiner letzten Teilnahme. Aua….