Vattenfall Cyclassics 2011
Hm, Vattenfall Cyclassics in Hamburg, ist genau so gut gelaufen wie letztes Jahr, ich fasse mal kurz zusammen: Nach einer extrem nassen und kalten Woche in Hamburg wurde das Wetter pünktlich zu den Cyclassics endlich wieder besser. Innerlich war ich da schon auf mein erstes Regenrennen eingestellt, doch es sollte zum Glück trocken und warm bleiben.
Die Strecke verlief dieses Jahr zum ersten mal in der entgegengesetzten Richtung, was mich jedoch – mit erst einem Start im Vorjahr – nicht sonderlich störte. Nachdem also schon recht früh die Köhlbrandbrücke überquert wurde, ging es in die Hamburger “Berge”. Man sollte nicht meinen in Hamburg und Umgebung isses nur flach, die Menge kurzer Anstiege ging so früh auf der Strecke schon gut an die Kraftreserven.
Dieses mal war ich jedoch mit einer für mich ganz neuer Strategie am Start: Ich wollte mir gleich zu Beginn eine schnelle Gruppe suchen, Tempo machen und vor allem dieses mal die einzige Verpflegung auf der Strecke links liegen lassen. Mit mehr als genug Gels und annähernd drei Litern Flüssigkeit an Bord, sollte das ein machbarer Plan sein. Und was soll ich sagen, es hat sich tatsächlich ganz gut bewehrt. Eine schnelle Gruppe über einen längeren Abschnitt konnte ich zwar nicht finden, da die einen zu schnell, die anderen zu langsam unterwegs waren, in der Summe kam ich aber mit einem ganz guten Schnitt ins Ziel.
Meine Ängste ggf. zu wenig Getränke dabei zu haben waren unbegründet, das Gegenteil war der Fall. Die Körner hatte ich mir auch zu gut eingeteilt, gegen Ende wäre sicher noch mehr drin gewesen. Leider knubbelten sich auf den letzten Abschnitten so große Gruppen auf der oftmals recht schmalen Strecke, dass ein Überholen – um zur nächsten, schnelleren Gruppe zu sprinten – oft nicht mehr möglich war. So war ich heuer ganz glücklich über die deutliche Verbesserung der Platzierung, im Gegensatz zum letzten Jahr, und dem guten Schnitt. Mit der Erfahrung sollte für nächstes Jahr immer noch eine Steigerung drin sein.
Unbeschreiblich war mal wieder der Zieleinlauf, wo auf den letzten 1-2 Kilometern zahlreiche Zuschauer bei extrem guter Stimmung so einen Höllen Lärm machen, dass die Gänsehaut auf diesem letzten Abschnitt garantiert ist. Eigentlich lohnt sich das ganze Rennen nur wegen dieses Augenblicks. Nächstes Jahr hoffentlich wieder!
Eine Platzierung unter den ersten 1000 (bei ~10.000 Starten) und damit gute 1400 Plätze besser als letzten Jahr, hätte ich vorher nie erwartet.
Für die Statistik:
- Strecke: 102 km / 550 Hm
- Zeit: 02:38
- Schnitt: 39 km/h
- Platzierung Gesamt (Männer): 984 (von 9233)
- Platzierung Altersklasse (Senioren I): 316 (von 2370)



