Vodafone (aka Arcor) eine Leidensgeschichte

Vorwort: Ich weiß, viel zu textlastig und liest darum sowieso niemand, ist mir aber egal. Es musste raus….

Als DSL-Kunde der ersten Stunde hatte ich seinerzeit viel Spaß mit der Telekom, vor allem nachdem ich es gewagt hatte in dieser Anfangszeit des DSL-Booms – und wenig freien Ports – innerhalb meiner Heimatstadt umzuziehen. Das führte zu unzähligen Telefonaten mit der ahnungslosen Telekom-Hotline, um jedes mal meine komplette Leidensgeschichte immer wieder von neuem zu erzählen und um den Angestellten dort die Tarife der Telekom zu erklären. Alles auf meine Kosten versteht sich. Nach leidvollen Jahren wechselte ich dann irgendwann zu Arcor.

Das ging überraschend glatt, ich hatte am Tag der Umstellung vielleicht 15 Minuten eine tote Leitung, dann klappte alles auf anhieb. Jahrelang ging das gut. Eines Tages brach die Leitung plötzlich zusammen, ohne erkennbaren Grund. Konfiguration, wie Hardware waren völlig unverändert, wie die Jahre zuvor. Naja, wenn in all den Jahren mal die Leitung kurz weg ist, ist das erst mal nicht so wild, dacht ich so bei mir. Leider war dieser Abbruch jedoch der Anfang vom Ende und besiegelte das Ende meiner Kundschaft bei einem Unternehmen, dem die Probleme ihrer Kunden völlig egal sind. Ich würde sogar behaupten, Vodafone sind Kunden mit Problemen lästig und will sie los werden.  

Eigentlich hatte ich vor hier mal eine Timeline zu skizzieren, wie schlecht meine DSL-Leitung im Laufe der Monate wurde, aber das würde zu weit führen und ich mich nur wieder unnötig aufregen. Kurz zusammen gefasst: Die Leitungsabbrüche nahmen immer weiter zu, die DSL Leitung ist inzwischen an den meisten Tagen unbenutzbar. Wie schon damals bei der T-Com zog das natürlich wieder viele, lange Gespräche mit der Hotline nach sich, die niemals zu was führten. Die Leitungsabbrüche wurden einfach nicht weniger, aktuell ist es so schlimme, dass ich eher die Tage im Monat an einer Hand abzählen kann, an denen die Leitung stabil und zuverlässig funktioniert. Natürlich wurde von Anfang an steif und fest von den Hotline-Mitarbeitern behauptet, die Störung lägen in der Konfiguration meiner Hardware begründet. Meine Einwände, dass ich weder an der Hardware, noch an deren Konfiguration in den letzten Jahren irgendwas geändert hätte, stiessen auf taube Ohren. Die Verbindungsabbrüche müssen an meiner Hardware liegen, Leitungsstörungen lägen keine vor. Bei der Gelegenheit mal ein kleiner Hinweis: die Suche auf Google nach “Leitungsabbrüche Arcor” liefert unterhaltsamen Lesestoff für Stunden.

Irgendwann war dann auch mal ein Techniker im Haus, der die Leitung durchgemessen hat. Natürlich gab es zu der Zeit seiner Anwesenheit keine Abbrüche, war irgendwie auch voraus zu sehen. Er konnte dann weder bei meiner Hardware, noch deren Konfiguration einen Fehler feststellen, hat aber trotzdem mal das Modem ausgetauscht (man kann ja nie wissen) und ist dann unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Obwohl bei diesem Besuch keine Fehler auf meiner Seite gefunden werden konnte, wurde mir dieser Technikerbesuch natürlich in Rechnung gestellt (was nur dann der Fall sein soll, wenn der Techniker auf Kundenseite einen Fehler entdeckt). Freundlicherweise (und zu meiner Überraschung) buchte mir Vodafone diesen Betrag jedoch ohne zu murren wieder zurück (nach einem Anruf bei der kostenpflichtigen Hotline). Die Leitung funktionierte trotzdem noch nicht, die Abbrüche blieben. Ich tausche testweise meinen Router aus, die Abbrüche blieben. Ich hing eine Weile mit meinem Rechner direkt am Modem, ohne Umweg über einen Router. Und wie zu erwarten, auch in diese Konstellation brach die Leitung regelmässig zusammen. Ich hatte inzwischen alle möglichen Fehlerquellen versucht zu beseitigen, ohne Erfolg. Ein anderer Arcor-Kunde aus meinem Freundeskreis, der ebenfalls mit Verbindungsabbrüchen zu kämpfen hat, beseitigte meine letzten Zweifel, das Problem könnte doch auf meiner Seite liegen.

All das schilderte ich dann bei meinem nächsten Telefonat mit der Vodafone Hotline und es ergab sich daraus folgender Dialog:

Mat: “Die Abbrüche bestehen immer noch – jetzt im Moment gerade wieder ganz extrem – obwohl ich schon alles auf meiner Seite ausgetauscht habe und Ihr Techniker das Modem getauscht hat”

Hotline: “Moment ich überprüfe das kurz…… Die Leitung ist in Ordnung”

Mat: “Kann nicht sein,ich fliegen im Minutentakt wieder raus.”

Hotline: “Ich kann ihnen nochmals einen Techniker schicken, der Besuch wird ihnen dann aber in Rechnung gestellt!”

Mat: “Aber ein Techniker war doch schon mal da und hat damals nix gefunden, was bringt da ein neuer Besuch?”

Hotline: “Das ist alles was ich Ihnen anbieten kann….”

Mat: “Äh, nein das bringt nix. Dann sehe ich als einzige Lösung den Vertag zu kündigen….”

Hotline: “Ja, dann kündigen sie eben.”

Mat: “????”

Hotline: “……”

Mat: “Danke, tschüs”

Hotline: “Einen schönen Abend noch”

Den Vertrag habe ich umgehend gekündigt. Noch zehn Tage muss ich durchhalten, dann bin ich bei meinem neuen Anbieter. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so darauf freuen werde, wieder bei der Telekom unter Vertrag zu sein (der Service kann einem hier zwar auch den letzten Nerv rauben, aber die Leitung war immer stabil und schnell). Der katastrophale Service und die miserable Leistung bei Vodafone haben mich soweit gebracht….


2 Responses to “Vodafone (aka Arcor) eine Leidensgeschichte”

  • Arcor/Vodafone Hasser Says:

    Yo so ist es Bruder.
    Hab das Theater schon über 1 Jahr.
    Genau wie bei dir hat es ganz plötzlich angefangen, wurde downgegradet und die Ausreden waren die gleichen. Nur den Techniker hab ich nicht kommen lassen da war ich gleich schlau genug.
    Dann wurde Arcor zu Vodafone und mir hats gereicht, da wurde mir die Masche klar.
    Ordentlich Geld noch scheffeln unter minimalsten Ausgaben und dann schnell verkaufen den Konzern.
    Nach langem hin und her wegen Rufnummerportierung (fast 3 Monate) schämte sich Vodafone auch nicht, trotz schon längst abgelaufener Mindestvertragslaufzeit, die sofortige Kündigung zugelassen sondern erst irgendwann im März (noch einmal weiter 3 Monate bei einem Anbieter bei dem man längst nicht mehr sein will).
    Naja ich bin auf jeden Fall auch ab März wieder bei der Telekom und das dann im VDSL Netz mit 25.000 kbit.
    Nie wieder einen Anbieter der über fremde Leitungen geht, und da bleibt dann im Telefon-Netz nur die Telekom.

  • T-Online vs. Vodafone | cybermat.de Says:

    [...] Fünf Jahre war ich Kunde bei Arcor, nach dem Übergang des Konzerns zu Vodafone dann auch noch dort ein Jahr. Fünfeinhalb Jahre war ich sehr zufrieden mit meinem Internetzugang, dann begannen allerdings die Probleme. Ohne Änderungen meinerseits wurde die Leitung immer unzuverlässiger und war am Ende durch täglich unzählige Verbindungsabbrüche unbenutzbar. Ich hatte mich schon mal über dieses Thema ausgelassen. [...]

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